Roméo Poirier & Ohme

Tales of Entropy

Roméo Poiriers „Tales of Entropy“ ist eine audiovisuelle Performance, die generative Musik, polarisierte Lichtmikroskopie und Computervision miteinander verbindet. Sie wurde von der Brüsseler „ArtScience“ Produktionsfirma Ohme gestaltet. Bei der Performance tastet ein auf der Bühne montiertes Mikroskop organische Proben ab und enthüllt Übergangszustände der Materie, sowie deren fluktuierenden Muster, die live auf die Bühne projiziert werden. „Tales of Entropy” bewegt sich zwischen „Ambient Fields” und Gewittern. So schafft es eine Vielzahl audiovisueller Gemälde, die ebenso die Sinne ansprechen, wie zum Nachdenken anregen.

Der in Straßburg geborene und nun in Brüssel ansässige Elektronikmusiker Roméo Poirier befasst sich mit der Verarbeitung von Samples und dem Erstellen digitaler Collagen. Sein 2022 beim Label „Faitiche“ erschienenes Album “Living Room” verwandelt die Überlagerung verschiedener Zeiten in einen harmonischen Sound, der sowohl nostalgisch als auch mysteriös klingt.

Poirier empfängt verschiedene Signale aus der Live-Analyse der Bilder und verwandelt sie in eine fühlbare musikalische Erkundungstour der Strukturen von organischer Materie. Hierbei verbindet er analoge und digitale Werkzeuge miteinander.

Poirier begeistert viele Menschen weltweit mit seiner Musik. Sogar bei der Schauspielelite Hollywoods fand er Zuhörer. Im Februar zeigte der irische Schauspieler und Oscargewinner Cillian Murphy (Oppenheimer) großes Interesse an seiner Musik. In seinem Mixtape für die BBC empfahl er seinen Zuhörern das Stück „Muscle de sable“ vom dritten Soloalbum des Künstlers „Hotel Nova“ aus dem Jahr 2020.

Ohme ist eine in Brüssel ansässige Produktionsfirma für Kunst und Wissenschaft mit dem Schwerpunkt auf Forschung und Bildung. Ohmes Initiativen reichen von der bildenden bis zur darstellenden Kunst, von den Natur- bis zu den Geisteswissenschaften. Sie sind bereichsübergreifend und versuchen, unser Verhältnis zu gesellschaftlichen Themen im Lichte der Künste, der Wissenschaften und ihres Pluralismus und ihrer Synergie zu hinterfragen. Ohme erforscht die Grenzen zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Disziplinen und trägt zur Entwicklung neuer Konzepte der Interdisziplinarität bei, mit dem Interesse an gemeinsamer Kreation, Austausch, Forschung und dem Wegfallen von Barrieren zwischen Fachrichtungen, Mentalitäten und Zielgruppen. Dies beinhaltet die Erforschung neuer Praktiken der wissenschaftlichen Vermittlung, des künstlerischen Schaffens und der Innovation durch kollaborative und transdisziplinäre Praktiken.

Hocus

(a.k.a. João Almeida)

Hocus ist das Soloprojekt des portugiesischen Experimentalmusikers João Almeida. Er hat das Album „Narrow“ auf dem portugiesischen Label Colectivo Casa Amarela, das Album „Class Complex“ auf Cara Podre Records und drei selbstveröffentlichte EPs als Teil einer digitalen Serie auf seiner eigenen Bandcamp-Seite veröffentlicht. Hocus ist bekannt für seine besonderen Live-Performances, bei denen er mit seiner Taschen-trompete stark verzerrte, derbe „Noise-Loops“ erzeugt. Diese beschwören ein Gefühl der Paranoia herauf. Seine „Noise-Musik“ ist brutal und harsch, kann aber dennoch voller Textur sein und hat einen ekstatischen Höhepunkt. Für sein Konzert im Kino Corso geht er jedoch einen anderen Weg: Er will eine Art „Fourth Worldmusic” im Sinne des Jon Hassell kreieren und das Genre mit seiner eigenen Ästhetik und musikalischen Sichtweise konfrontieren. Hocus wird live im Mutek in Barcelona aufgeführt. Hierbei wärmt sich der Künstler schon einmal für den Auftritt einige Tage später am Samstag, dem 13.04.2024, in St. Vith auf.

Dieser Abend ist eine Zusammenarbeit zwischen Meakusma und ArsVitha.
Mit Unterstützung von Ostbelgien und der Provinz Lüttich.