„Verlorene Jugend“ – Film zum Thema Schmuggel in der Eifel

Film
  • Beginn: 20:00 Uhr
  • Dauer: ca. 150 Minuten
Fr. 21.04.2017
20:00 Uhr
Auf einen Leckerbissen der ganz besonderen Art dürfen sich Freunde der regionalen Geschichte in diesem Frühjahr freuen.

In Zusammenarbeit mit dem Kgl. Geschichtsverein Zwischen Venn und Schneifel (ZVS) zeigt arsVitha den von Manfred Klein und Robert Fuchs erstellten Film "Verlorene Jugend" – ein verfilmtes Theaterstück zum Thema Schmuggel in den Nachkriegsjahren – am 21. April, um 20:00 Uhr, im Kino Corso in St.Vith.

Der Film spielt auf zwei Ebenen, die sich immer wieder ineinander schieben: Die Schauspieler auf der Bühne und die szenische Handlung in der Eifeler Landschaft um Schlausenbach und Herresbach, in der Schmuggler und Zöllner sich einen bisweilen unerbittlichen Kampf lieferten. Das Theaterstück, das der Theaterverein „Schwarzer Mann“ vor über 10 Jahren äußerst erfolgreich aufgeführt hat, wurde filmisch meisterhaft aufbereitet. Die circa 150 Minuten lange Erzählung ist eine Zeitreise in unsere jüngere Geschichte, so wie sie die Menschen in der westlichen Eifel vielfach erlebt haben.

Film zum Thema Schmuggel in der Eifel

Man schreibt das Jahr 1951. Der Wiederaufbau ist im vollem Gange. Mühselig, mit enormen Fleiß und einer strebsamen Beharrlichkeit setzen sich die Menschen gegen die Natur und den neu entstandenen Staat und seine Bestimmungen durch. Gerade durch die Grenznähe waren die legalen Absatzmärkte der landwirtschaftlichen Produkte stark beeinträchtigt. Ein grenzüberschreitender Handel war nur erschwert möglich. Zu groß waren die gesetzlichen Hürden und zu restriktiv die Bestimmungen.

Was nicht offiziell am Tag abgewickelt wurde, blühte in der Nacht. Schweine gegen Kaffee, Tafelsilber gegen amerikanische Zigaretten. Einzeln oder in Gruppen organisiert – der nächtliche grenzüberschreitende Handel florierte. So auch bei dem Schmuggler Peter Lenz, ein aus Magdeburg stammender ehemaliger Soldat der Wehrmacht, den es nach der Rückkehr aus französischer Kriegsgefangenschaft in den Eifelort Buchet verschlagen hat. Dort lebt er zusammen mit den Eltern eines ehemaligen Kameraden. Über Tag arbeitet er zusammen mit den Gebhardts auf deren Hof und den umliegenden Feldern, nachts streift er durch die Wälder der Schneifel und der belgischen Ardennen.

Eines Abends - Peter Lenz wird von Beamten des Zolls gejagt - flüchtet er in das Dorf Schlausenbach. Dort findet er Unterschlupf bei Johanna und Katharina Sohns, die ihn vor den Fängen des ortsbekannten Zöllners Franz Heilmann bewahren. Schnell entstehen freundschaftliche Bindungen; dies nicht zuletzt weil noch die allgegenwärtige Vergangenheit bei Johanna Sohns und Peter Lenz den Alltag bestimmen. Und so geschieht es, dass sie die Vergangenheit, in der sie ihre verlorene Jugend erfuhren, ständig durch Filmsequenzen eingeblendet erleben. Dem Zuschauer wird jedenfalls ein umfassender Eindruck einer bewegten Zeit und zugleich ein meisterhaft inszeniertes filmisches Erlebnis geboten.

Karten-Vorverkauf: Nur im ZVS-Museum

Jetzt Tickets sichern! Im ZVS-Museum können Sie schon jetzt Tickets (6 Euro/Ticket) für "Verlorene Jugend" kaufen. Für den selbigen Preis erhalten Sie die Tickets auch an der Abendkasse im Kino Corso (ohne Platzgarantie).

In Zusammenarbeit mit

Foto-Strecke

Regisseur(e)
Manfred Klein und Robert Fuchs