O du fröhliche – Lütticher Philharmoniker stimmen auf Weihnachtszeit ein!

Sinfonisches Konzert
Emmanuel Ceysson (Bild: Emmanuel Ceysson)
  • Beginn: 20:00 Uhr
Fr. 25.11.2016
20:00 Uhr
Wir stimmen Sie musikalisch auf die Weihnachtszeit ein! Die Lütticher Philharmoniker präsentieren unter der Leitung von Christian Arming märchenhaft schöne Musik von Humperdinck (Hänsel und Gretel), Mendelssohn (Die schöne Melusine) und Tschaikowsky (Der Nussknacker). Allesamt Werke, die zu wahren Weihnachtsklassikern gehören. Emmanuel Ceysson wird der Solist im Harfenkonzert von Glière sein.

Beim Namen Engelbert Humperdinck denkt jeder gleich und zurecht an „Hänsel und Gretel“. Humperdincks Schwester Adelheid Wette plante 1891 das Märchenspiel nach den Gebrüdern Grimm als häusliche Theateraufführung. Sie bat ihren Bruder lediglich um die Vertonung einiger Verse. Als diese im Familienkreis großen Anklang fanden, beschlossen die beiden, ein Singspiel daraus zu machen. Schließlich wurde Humperdincks Begeisterung so groß, dass er eine abendfüllende Oper komponierte. Bereits die Uraufführung zu Weihnachten 1893 war ein außerordentlicher Erfolg. Noch heute findet sich die romantische Oper zu Weihnachten auf den Spielplänen zahlreicher Opernhäuser. Zu den schönsten musikalischen Einfällen Humperdincks zählen neben der Ouvertüre, die uns gleich in die Atmosphäre der Märchenwelt eintauchen lässt, der Hexenritt und die Pantomime.

Reinhold Glière ist ein russischer Komponist. Er wurde 1875 in Kiew geboren und studierte in Moskau zunächst Violine, wechselte aber bald das Fach und wurde Kompositionsstudent. Zu seinen Lehrern zählte unter anderem Sergei Tanejew. Dieser war seinerseits Schüler und ein guter Freund von Peter Tschaikowsky. Die russischen Romantiker hatten großen Einfluss auf Glières musikalisches Schaffen. Er war ein Traditionalist. So schrieb er bis an sein Lebensende sinnliche, lebhafte, spätromantische Musik mit Anregungen aus der russischen Volksmusik. Das Harfenkonzert entstand 1938. Die Wahl der Harfe als Soloinstrument war äußerst ungewöhnlich, da noch kein russischer Komponist zuvor ein solches Konzert geschrieben hatte. Es war Glières Freundschaft zu der hervorragenden Harfenistin des Bolschoi-Theaters, Ksenia Erdeli, der wir heute dieses beliebte Konzert verdanken.

Zu den schönsten Orchesterouvertüren von Felix Mendelssohn ist „Das Märchen von der schönen Melusine“ zu zählen. Mendelssohn behandelt den Mythos von der sagenhaften Melusine, der es nicht vergönnt ist, unter den Menschen zu leben und die sich, nachdem sie Lust und Leid der Sterblichen erfahren hat, wieder in ihre Welt zurückzieht. Schumann meinte, dass Mendelssohns Komposition von „roten Korallen und grünen Seetieren, von Zauberschlössern und tiefen Meeren“ handelte. Mendelssohn widersprach: Er wollte vielmehr die Stimmung des Märchens und weniger die Handlung wiedergeben.

1892 erlebte das Ballett „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky seine Uraufführung. Ähnlich wie Humperdincks „Hänsel und Gretel“ gehört das Werk zu den „Weihnachtsklassikern“. Im Mittelpunkt des Balletts steht Clara. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Patenonkel Droßelmeier einen Nussknacker geschenkt. Als sie sich hinlegt, schläft sie ein und träumt von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt, der mit ihr in das Reich der Süßigkeiten reist. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Zuletzt erwacht Clara aus ihrem Traum. Parallel zum mehrstündigen Ballett schuf Tschaikowsky eine Orchester-Suite mit den schönsten Momenten des Werks: Blumenwalzer, Tanz der Zuckerfee und Tanz der Rohrflöten.

Solist Emmanuel Ceysson: ‘Enfant terrible’ unter den Harfenisten

Emmanuel Ceysson wurde 1984 in Oulins, Frankreich, geboren und gilt als das ‘Enfant terrible’ unter den Harfenisten. Er besuchte zunächst das Konservatorium in Lyon und studierte anschließend am Pariser Conservatoire bei Isabelle Moretti. Dort erhielt er 2005 nicht nur das „Diplôme de Formation Supérieure“, sondern auch den „Premier Prix” als Arrangeur. Drei große Wettbewerbserfolge begründeten seine Karriere: Bereits 2004 hatte er die Goldmedaille beim Internationalen Harfenwettbewerb in Bloomington, Indiana, gewonnen. 2006 wurde er für die „Young Concert Artists“ ausgewählt, und 2009 war er schließlich Erster Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. 2005 gab Emmanuel Ceysson sein Debut in der Londoner Wigmore Hall. Im gleichen Jahr gab er sein Pariser Konzertdebüt in der Salle Gaveau. Als Solist konzertierte er mit renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und vielen anderen. 2006 wurde Ceysson Erster Soloharfenist im Orchester der Pariser Oper. Seit Oktober 2015 hat Emmanuel Ceysson die Position des Soloharfenisten der MET in New York inne.

In Zusammenarbeit mit

Zum Orchester

Leitung
Christian Arming
Solist
Emmanuel Ceysson, Harfe
Programm

Humperdinck (1854-1921)
Hänsel und Gretel
– Ouvertüre
– Der Hexenritt
– Pantomime

M. Glière (1875-1956)
Harfenkonzert Es-Dur, Op. 74
– Allegro moderato
– Tema con variazioni
– Allegro giocoso

Felix Mendelssohn (1809-1847)
Ouvertüre
Die schöne Melusine, Op. 32

Tschaikowsky (1840-1893)
Nussknacker, Op. 71a – Suite 1
– Ouverture miniature
– Tempo di marcia
– Tanz der Zuckerfee
– Russischer Tanz
– Arabischer Tanz
– Chinesischer Tanz
– Tanz der Rohrflöten
– Blumenwalzer

Abendkassentarif

Ticket-Typ Preis
Kinder unter 12 Jahren €0,00
Schüler der Musikakademie €5,00
Jugendliche €18,00
Freundeskreis OBF €23,00
Rentner & Menschen mit Behinderung €25,00
Andere €27,00