Jacinta Nandi mit „Nichts gegen blasen“

Literatur
„Nichts gegen blasen“ von Jacinta Nandi (Bild: Hendrik Schneller)
  • Beginn: 20:00 Uhr
Do. 12.11.2015
20:00 Uhr
Eine verrückte Familie in England und Chaos in Berlin: Jacinta hat einen transsexuellen ehemaligen Stiefvater, eine behinderte Mutter, einen kleinen Sohn. Vor ihrem Exmann flüchtete sie ins Frauenhaus, und gerade hat sie ihr geliebter Freund verlassen.

Seither sammelt Jacinta Ficktermine mit schönen Penissen. Darunter ist der effiziente deutsche Mann, der gleichzeitig mit dem Fuß die Tür zuschiebt und mit der Hand die Kondompackung aufreißt − so unromantisch, dass es schon fast wieder romantisch ist. Sie beschreibt den ungeschönten Alltag alleinerziehender Frauen, die Tapferkeit bleicher dünner Teenie-Mütter und die selbstzufriedenen Sozialarbeiterinnen im Frauenhaus. Was für ein wunderschön beschissenes Leben. Explizit und authentisch, mit Tempo und Pointe.

Bisweilen wird sie von ihren Kritikern mit Charlotte Roche verglichen – zu Unrecht. Zwar ist Jacinta Nandis Ausdrucksform ungeniert, doch im Gegensatz zu Roche verschont sie ihre Leser mit feuchten Details und legt es nicht darauf an, zu schockieren.

Jacinta Nandi wurde 1980 in Ost-London geboren und kam mit zwanzig nach Berlin. Sie schreibt für die taz die Kolumne "Die gute Ausländerin" und den Blog „Riotmama“ sowie als Amok-Mama einen Blog für das englischsprachige Stadtmagazin Exberliner.

Abendkasse

  • 6,00 Euro/ermäßigt
  • 9,00 Euro/Andere

Im Rahmen des Lit.Eifel-Festivals und im Auftrag der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

In Zusammenarbeit mit

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